Klein, Heinrich (1756-1832), Musiker

Klein Heinrich, Musiker. * Rudelsdorf (Rudoltice, Mähren), 11. 9. 1756; † Preßburg, 26. 8. 1832. Wurde 1768–73 beim Domorganisten Hartenschneider in Olmütz ausgebildet. Bereits 17jährig Dir. der Musikkapelle des Gf. Hoditz, wirkte er ab 1789 in Preßburg, zunächst als Musiklehrer an der Hauptschule, später am adeligen Fräuleinstift. 1796 wurde er Prof. für Musik an der Hauptnationalschule. 1805 korr. Mitgl. der schwed. Akad. der Tonkunst zu Stockholm. K. verbesserte den Drehmechanismus der Tastenharmonika (Glasharmonika mit Klaviatur).

W.: Über die Nationaltänze der Ungarn, in: Leipziger allg. musikal. Ztg., 1799; Zur Verbesserung der Tastenharmonica, ebenda, 1799; Kompositionen: Fantasia per il Pianoforte, 1798; 12 Lieder beim Clavier, 1799; 2 Cantaten; 12 Messen; Te Deum.
L.: Eitner; Fétis; F. S. Gaßner, Universallex. der Tonkunst, 1849; E. L. Gerber, Neues histor.-biograph. Lex. der Tonkünstler, 1790; Bernsdorf; Reissmann; G. J. Dlabacz, Allg. hist. Künstler-Lex. für Böhmen und zum Theil auch für Mähren und Schlesien,1815; J. G. Meusel, Teutsches Künstler-Lex., 1808; Wurzbach; ADB; A. Weinmann,Verzeichnis der Musikalien des Verlages Johann Traeg in Wien 1794–1818, in: Stud. zur Musikwiss., Bd. 23; P. v. Ballus, Preßburg und seine Umgebungen, 1823; Mitt. M. Očadlik, Prag.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 14, 1964), S. 380
<=  S. 1 =>
<=  S. 1 =>