Klinkowström, Alphons Frh. von (1818-1891), Beamter und Publizist

Klinkowström Alphons Frh. von, Beamter und Publizist. * Wien, 25. 1. 1818; † Wien, 2. 3. 1891. Sohn des Folgenden, Bruder der beiden Jesuiten P. Josef v. K. (s. d.) und P. Max v. K. (s. d.). Stud. an der Univ. Wien Jus und trat dann in den Staatsdienst ein. Zunächst in der niederösterr. Landesverwaltung eingesetzt, war er 1856–66 als Statthaltereirat in Triest tätig. Bis zu seiner Versetzung nach Tirol 1866, die mit seiner Ernennung zum Hofrat erfolgte, gehörte er als Abg. dem Istrianer Landtag an. 1868 verließ er dann, wie er selbst sagt, „gelegentlich der Reorganisierung der polit. Behörden aus eigenem freien Antriebe“ den Staatsdienst und widmete sich publizist. Tätigkeit, von der außer einer familiengeschichtlichen Arbeit zwei bedeutende hist. Quellenwerke Zeugnis geben. Korr. Mitgl. der Geolog. Reichsanstalt in Wien, 1884 Frh.

W.: F. A. v. Klinkowström und seine Nachkommen, 1877; Aus Metternichs nachgelassenen Papieren. Hrsg. von Fürst R. Metternich-Winneburg, geordnet und zusammengestellt von A. v. K., 8 Bde., 1880–84; Österr. Teilnahme an den Befreiungskriegen. Anhang: Briefwechsel zwischen den Fürsten Schwarzenberg und Metternich, 1887.
L.: G. v. Klinkowström, Geschichte derer von Klinkowström, 1889, S. 89; Kosch, Das kath. Deutschland; Wurzbach (bei F. A. v. K.).
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 15, 1965), S. 412f.
<=  S. 1 =>
<=  S. 1 =>