Klotz, Edmund (1855-1929), Bildhauer

Klotz Edmund, Bildhauer. * Inzing (Tirol), 25. 12. 1855; † Wien, 4. 6. 1929. Sohn eines Arztes, Neffe des Folgenden; erhielt die erste Ausbildung mit 14 Jahren bei seinem Vetter, dem Bildhauer Gottlieb K. (* 12. 5. 1818; † Imst, 10. 7. 1872), Prof. an der Akad. der bildenden Künste in Sonnenburg (Sachsen-Meiningen). 1876–80 Schüler der Wr. Akad. der bildenden Künste unter K. Kundmann. Nach mehreren Aufenthalten in Italien (Rom) war er ab 1891 ständig in Wien ansässig. K., „Steinklotz“ genannt, schuf hauptsächlich großfigurige Skulpturen in Marmor und Stein.

W.: Marmorstatue Haydns, 1883, Künstlerhaus, Prag; Mozart, 1884, ebenda; Grabanlage der Familie Greil, 1886, Städt. Westfriedhof, Innsbruck; Adolf-Pichler-Denkmal, 1905, Innsbruck, Bronze; Projekt für ein monumentales Speckbacherdenkmal, 1909, Innsbruck; Hauptaltar (Kupfer getrieben) und zwei Luster, St. Leopold, Wien XXI.; Büsten: V. Gasser, Pfarrkirche Inzing, J. Beidtel, Univ. Innsbruck; etc.
L.: Innsbrucker Nachrichten 1929, n. 128; Thieme–Becker; Festschrift 125 Jahre Pensions-Ges. bildender Künstler in Wien, 1913, S. 42.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 15, 1965), S. 421
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