Knabl, Hermann (1880-1940), Entomologe

Knabl Hermann, Koleopterologe. * Innsbruck, 31. 10. 1880; † Füssen i. Allgäu (Bayern), 12. 6. 1940. Stammte aus einer Zillertaler Bauernfamilie; stud. Theol., wirkte nach seiner Priesterweihe (1903) einige Zeit als Präfekt am bischöflichen Knabenseminar Vincentinum in Brixen, ab 1905 als Kooperator in verschiedenen Tiroler Landgemeinden, so u. a. in Umhausen (Ötztal), in Axams b. Innsbruck, in Breitenwang b. Reutte und 1917–40 als Pfarrer in Gramais. Um die Gemeinde dieses Gebirgsdorfes in einem Seitental des Lechtales erwarb er sich nicht nur in geistlicher, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht große Verdienste. K. erforschte die Käferwelt seines jeweiligen Dienstortes und legte eine Käfersmlg. an, die er durch Tausch mit Fachleuten des In- und Auslandes einschließlich Übersee bereicherte. Diese Smlg., die internationalen Ruf erlangte, vermachte er dem Tiroler Landesmus. Ferdinandeum in Innsbruck.

W.: gem. mit J. Amman: Die Käferfauna des Ötztales, in: Coleopterolog. Rundschau, Bd. 1, 1912, H. 3–12, Bd. 2, 1913, H. 1–5; Die Käfer des nordwestlichen Tirol, in: Entomolog. Bll., Bd. 18, 1922, S. 28–36, 49–64, 97–112, 145–60, Bd. 19, 1923, S. 1–16 und 49–61; Manuskripte im Tiroler Landesmus. Ferdinandeum: Verzeichnis der Käfer von Axams, 1910–13, von Reutte, 1913–17 und des Gramaistales, 1934–40.
L.: Außerfernerbote vom 30. 11. 1940; A. Wörndle, Die Käfer von Nordtirol, in: Schlern-Schriften 64, 1950, S. 17, 55.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 15, 1965), S. 429
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