Kneisel, Franz (1865-1926), Violinist

Kneisel Franz, Geiger. * Bukarest, 26. 1. 1865; † Boston (Massachusetts, USA), 26. 3. 1926. Bei seinem Vater, einem Militärkapellmeister aus Olmütz, und an den Konservatorien zu Bukarest und Wien ausgebildet, wirkte er zunächst als Geiger in Wien und Berlin und ging 1885 nach Amerika, wo er Konzertmeister des Bostoner Symphonieorchesters wurde und das bis 1917 bestehende K.-Streichquartett begründete. 1905 übernahm er die Leitung der Violinklassen des Inst. of Musical Art in New York. K. war Dr.mus. der Yale Univ. und der Univ. Princeton. Als Schüler von J. Hellmesberger sen. gehörte er der Wr. Schule des Violinspiels an.

W.: zahlreiche Violinstücke, auch zu Unterrichtszwecken.
L.: Einstein; Frank-Altmann; A. Moser, Geschichte des Violinspiels, 1923, S. 117 f.; Riemann; Jb. der Musikbibl. Peters, 1926, 19, S. 83.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 15, 1965), S. 435
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