Koch, Jakob Ernst I (1797-1856), Evangelischer Pfarrer

Koch Jakob Ernst I, Pfarrer. * Wallern (O.Ö.), 28. 4. 1797; † ebenda, 16. 10. 1856. Sohn des Vorigen, Vater des Folgenden, des Superintendenten Josef Friedrich K. (s. d.), und des Geologen Gustav Adolf K. (s. d.), Großvater des Jakob Ernst III. K. (s. d.); stud. ab 1818 in Tübingen Theol. Nach Ablegung der vorgeschriebenen Examina wurde er 1820 Vikar seines Vaters und 1822 dessen Nachfolger als evang. Pfarrer in Wallern. Er wirkte hier bis zu seinem Tode und erbaute Schule und Kirche (1851–52). Darüber hinaus machte er sich um die gesamte evang. Kirche Österr. außerordentlich verdient: 1848 als ihr Vertreter am oberösterr. Provinziallandtag, wo er für die rechtliche Gleichstellung gegenüber den Katholiken eintrat, 1849 als Teilnehmer an der Wr. Vertrauensmännerkonferenz, welche über die Gestaltung der evang. Kirchenverfassung beriet, als österr. Abgesandter bei verschiedenen ausländ. kirchlichen Tagungen und als Schriftleiter eines evang. Gesangbuches für O.Ö. Ab 1855 war er als Senior in O.Ö. tätig und wurde noch kurz vor seinem Tode zum Superintendent-Stellvertreter gewählt.

W.: Gottesdienstliche Feier bei der Grundsteinlegung zur neuen evang. Kirche am 1. 5. 1851, beim Auszuge aus dem alten Bethause am 31. 10. 1852 und bei der Einweihung der neuen evang. Kirche zu Wallern am 1. 11. 1852, 1852.
L.: T. A. Klebek, Zum Andenken an unseren vollendeten J. E. K., 1856; J. E. Koch, Geschichte der evang. Kirchengemeinde A. C. Wallern in O.Ö., 1881; J. F. Koch, Einiges aus meines Vaters Leben und Zeit, in: Evang. Vereinsbl. für O.Ö., 1897 ff.
(Zimmermann)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 16, 1966), S. 16f.
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