Koch, Karl Wilhelm (1785-1860), Schriftsteller und Kaufmann

Koch Karl Wilhelm, Schriftsteller und Kaufmann. * Wien, 15. 1. 1785; † Wien, 10. 5. 1860. Besuchte 1801–03 an der Wr. Akad. der bildenden Künste die Graveurschule Hagenauers, Uhrblattstecher im Geschäft seines Vaters; 1820 erhielt er das bürgerliche Handelsrecht in Wien, wurde 1839 in das Handelsgremium berufen und 1846 Vorstand des priv. Handelsstandes. 1848–50 war K. im Wr. Gemeindeausschuß und Gemeinderat. K.s lyr. Dichtungen können nur fallweise als geschickte Reimereien gelten. Er bewährte sich jedoch als Übersetzer und Bearbeiter ausländ., besonders französ. Dramen, von denen einige auch längere Zeit hindurch am Burgtheater gespielt wurden. K. gab 1838–41 „Kurländers Dramat. Almanach“ heraus und war Mitarbeiter an Bäuerles Theaterzeitung.

W.: Poet. Werke, 1832; Dramat. Beitrr. für das Hof-Burgtheater in Wien, 1836; Resedablüten (Gedichte), 1853; In Garten, Flur und Wald (Gedichte), 1854.
L.: Wr. Ztg. vom 19. 5. und vom 25. 5. 1860; Die Geißel, Jg. 2, 1849, n. 225; J.Seidlitz, Die Poesie und die Poeten in Österr. im Jahre 1836, Bd. 1, 1837, S. 112; Kosch; Kosch, Das kath, Deutschland; Wurzbach.
(Hanus)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 16, 1966), S. 18
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