König, Friedrich (1857-1941), Maler, Graphiker und Kunsthandwerker

König Friedrich, Maler, Graphiker und Kunstgewerbler. * Wien, 20. 12. 1857; † Wien, 11. 3. 1941. Sohn eines Postbeamten aus Wien-Simmering; besuchte zuerst 2 Jahre die Kunstgewerbeschule, dann 1878–83 die Wr. Akad. der bildenden Künste unter Griepenkerl (s. d.) und ging anschließend nach München. Nach seiner Rückkehr arbeitete er als Buchillustrator für „Die Österr.-ungar. Monarchie in Wort und Bild“. In den 90er Jahren war K. ein führendes Mitgl. der sogenannten „Hagen-Gesellschaft“, welche die Gründung der Sezession vorbereitete. K., eines ihrer Gründungsmitgl., blieb bis zu seinem Tode Mitgl. der Sezession. Innerhalb der Sezession gehörte er dem Kreis um Engelhart (s. d.), Hohenberger (s. d.), Bacher (s. d.) und Lenz an. Seine Begabung lag mehr im Bereich der dekorativen, graph. Form als in der Bewältigung monumentaler, großer Figuren- und Landschaftskompositionen, die der Idealist und Romantiker K. immer wieder anstrebte. Neben graph. Arbeiten gibt es von K. auch Treibarbeiten und große Ölbilder. Viele seiner Druckgraphiken sind in der Z. „Ver Sacrum“ erschienen.

W.: Ölbilder: Der stille Teich, Österr. Galerie, Wien; Sonnenschein im Walde, 1899, Wien; M. Hutterstrasser; Juniabend, Waldeinsamkeit, beide Hist. Mus. der Stadt Wien; Ein Sommernachtstraum, 7 Bilder, J. Proksch, Wien, etc. Zeichnungen: Graph. Smlg. Albertina, Wien, Hist. Mus. der Stadt Wien, Kupferstichkabinett der Akad. der bildenden Künste, Wien, etc.
L.: Neues Wr. Tagbl. vom 8. 5. 1941; Thieme–Becker; L. Hevesi, Acht Jahre Sezession, 1897–1905, 1906; Kollektivausst., Sezession, Mai 1929; Jubiläumsausst. des Künstlerhauses, November 1941 (Der stille Teich); Wechselnde Ausst. des Künstlerhauses 5: Gedächtnisschau F. K. und F. v. Radler, 15. 7.–15. 9. 1943; Wien um 1900, Ausst., Wien, 1964.
(Krasa–Florian)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 16, 1966), S. 34
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