Kolešovský, Zikmund Michael (1817-1868), Komponist

Kolešovský Zikmund Michael, Komponist. * Prag, 1. 5. 1817; † Prag, 22. 7. 1868. Besuchte das Konservatorium in Prag, stud. bei F. W. Pixis, M. Mildner und bei W. J. Tomaschek Musiktheorie, ab 1831 an der Orgelschule bei W. E. Horak und R. Führer. 1839 Chordir. bei St. Stephan und ab 1840 auch an der Jesuitenkirche St. Ignaz in Prag. 1852–55 Lehrer für liturg. Gesang an der Orgelschule und für Musik an der dt. Lehrerbildungsanstalt sowie an einer eigenen Musikschule. K. war Mitgl. des Theaterorchesters, 1849–51 Leiter des Akadem. Gesangver. und 1855–59 Dir. der Sophien-Akad. K., als Komponist der Romantik verhaftet, war Anhänger der altböhm. Schule und ließ nur Haydn und Mozart gelten. Seine Messen sind ein wesentlicher Beitr. zur tschech. Kirchenmusik.

W.: Missa solemnis, 1852; Requiem, 1830; Offertorium solemne, 1836; Graduale, 1838; Hymnus: Jesu redemptor, 1840; Motette: Animas fidelium, 1838; Lieder: Die spinnende Braut; Abendläuten; etc.
L.: A. Hnilička, Profíly (Profile), 1924; Československý hudební slovník I, 1963; Die Musik in Geschichte und Gegenwart; Otto 14; A. Weissenbäck, Sacra musica, 1937.
(Red.)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 16, 1966), S. 79
<=  S. 1 =>
<=  S. 1 =>