Kollmaneck, Ferdinand (1871-1941), Musiker

Kollmaneck Ferdinand, Musiker. * Wien, 11. 2. 1871; † 1941. Besuchte das Gymn. in Wien und Prag und stud. Musik in Wien (A. Hermann und F. Wagner, Zither), Sondershausen (E. Kühns) und Prag (Geißler). Ab 1894 war er in Wien als Musiklehrer (u. a. Leiter der Franz-Wagner-Musikschule) und Musikschriftsteller tätig (Mitarbeit an verschiedenen Musikz., Redaktion der Zitherztg. „Echo vom Gebirge“). 1919 übersiedelte er nach Leipzig, wo er die Lauten- und Mandolinenz. „Chronik der Volksmusik“ herausgab. K. war eine führende Persönlichkeit in der Zithermusik, um die er sich durch zahlreiche Kompositionen sowie durch instrumententechn. Neueinführungen (Quint-, Baß- und Ideal-Reformzither, die letztere 1902 gem. mit J. Jobst) bleibende Verdienste erworben hat.

W.: ca. 700 Kompositionen, hauptsächlich Solo- und Ensemblemusik für Zither und andere Zupfinstrumente (Mandoline, Gitarre); Kirchenmusik (3 Messen); Operetten; Chöre; Lieder; Orchestermusik.
L.: J. Brandlmeier, Hdb. der Zither, 1963, s. Reg.; J. Zuth, Hdb. der Laute und Gitarre, 1926, S. 160; A. Bauer, Opern und Operetten in Wien, 1955, n. 2522; Müller; Deutschlands, Österr.-Ungarns und der Schweiz Musiker in Wort und Bild, 1909, S. 227.
(Antonicek)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 16, 1966), S. 90f.
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