Kometer, Bartholomäus (1812-1874), Geistlicher

Kometer Bartholomäus, Weltgeistlicher. * Fügen (Tirol), 19. 8. 1812; † Brixen (Südtirol), 6. 9. 1874. Onkel des Propstes Johann Ev. K. (s. d.); 1836 Priesterweihe, wirkte er ab 1843 als Kooperator, ab 1850 als Pfarrer an der St.-Jakobs-Stadtpfarre in Innsbruck. Dekan von Innsbruck. 1846–50 redigierte er auch das älteste kath. Organ Österr., die ab 1843 in Innsbruck erscheinenden konservativen „Katholischen Blätter aus Tirol“, die für die Aufrechterhaltung der Glaubenseinheit des Landes mit Hilfe gesetzlicher Maßnahmen eintraten. Auch als Stadtpfarrer war er mit ganzer Kraft für die Festigung der kath. Kirche in Tirol tätig. Er gründete und leitete die „Marianische Vereinsdruckerei zur Verbreitung guter Schriften“. Auch die ihm zustehende Schulaufsicht ließ er sich sehr angelegen sein. In seine Amtszeit als Stadtpfarrer fällt die Auflösung des alten städt. Friedhofes hinter der Spitalkirche und die unter seiner Mitwirkung erfolgte Anlage des neuen am Westrande der Stadt. 1862 wurde er zum Domkapitular in Brixen ernannt und zugleich fürstbischöflicher Kanzler und Offizial. Ab 1867 hatte er auch das Amt eines Domscholasters in diesem Kapitel.

L.: Kath. Bll. aus Tirol, 1850, S. 1912; Bote für Tirol und Vorarlberg, 1874, S. 1530; Die Pfarrei und die Pfarrkirche von St. Jakob, in Innsbruck, hrsg. von Dr. J. Weingartner, 1924, S. 75 f.; Wurzbach.
(Gschließer)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 17, 1967), S. 101
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