Koplhuber, P. Leopold (Theophil) (1763-1826), Schriftsteller

Koplhuber P. Leopold (Theophil), O. S. B., Schriftsteller. * Micheldorf a. d. Krems (O.Ö.), 11. 10. 1763; † Steinhaus b. Wels (O.Ö.), 18. 1826. Trat nach Stud. in Kremsmünster und Wien 1790 in das Benediktinerstift Kremsmünster ein, wo er 1791 die Priesterweihe empfing. Bis 1807 wirkte K. als Kooperator in verschiedenen Stiftspfarreien, dann als Pfarrvikar in Magdalenaberg, ab 1812 in Steinhaus.Von ihm haben sich u. a. eine Übers. von Otfrieds Evangelienbuch aus dem Althochdt. samt Kommentar handschriftlich (Kremsmünster, Cod. nov. 23, 24) erhalten, zu der sich J. Grimm in einem Briefe vom 1. 12. 1824 krit. äußerte, ferner ein handschriftliches Glossar zur Hl. Schrift und Texte zu verschiedenen Singspielen. Von bleibendem Wert sind seine Mundartdichtungen, deren bekannteste „Der Budlhaubmteufel“ mehrfach gedruckt wurde.

L.: Scriptores O.S.B., 1881; Krackowizer; Kosch, Das kath. Deutschland; L. Guppenberger, Bibliographie des Clerus der Diözese Linz, 1893, S. 105 f.; A. Kellner, Musikgeschichte des Stiftes Kremsmünster, 1956, S. 607–13.
(Neumüller)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 17, 1967), S. 117f.
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