Koppmann, Adolf (Johann) (1781-1835), Theologe und Abt

Koppmann Adolf (Johann), O. Praem., Theologe und Abt. * Kuttenplan (Chodová Planá, Böhmen), 14. 7. 1781; † Krukanitz (Krukanice, Böhmen), 23. 11. 1835. Trat 1801 in das Prämonstratenserstift Tepl ein, 1807 Priesterweihe, 1808 Prof. an der theolog. Hauslehranstalt, 1811 zu höheren Stud. (oriental. Sprachen) nach Wien gesandt. 1813 Prof. der Hermeneutik an der Univ. Prag, 1818 Dekan der theolog. Fak. 1821 wurde er mit der theolog. Begutachtung der Schriften Bolzanos (s. d.) beauftragt, die er als unkirchlich qualifizierte. 1825 Prof. des neutestamentlichen Bibelstud. an der Univ. Wien, 1828 Dekan; am 13. 3. 1828 wurde er zum Abt des Stiftes Tepl gewählt. K. gehörte zur österr. kath. Restauration und genoß das Vertrauen des Burgpfarrers Frint (s. d.); als Abt förderte er die theolog. Ausbildung des Ordensnachwuchses und wirkte auf die Überwindung des klösterlichen Josefinismus hin. Er bemühte sich sehr um den Ausbau Marienbads.

L.: L. Goovaerts, Écrivains, artistes et savants de l’Ordre de Prémontré I, 1901, S. 457 f.; A. Huber, Das Stift Tepl im Aufklärungszeitalter, in: Analecta Praem. 29, 1953, S. 99–103; H. Karlik, Hroznata und die Prämonstratenserabtei Tepl, 2. Aufl. 1883.
(Huber)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 17, 1967), S. 120
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