Kotterba, Karl (1800-1859), Kupferstecher

Kotterba Karl, Kupferstecher. * Teschen (österr. Schlesien), 4. 10. 1800; † Wien, 6. 4. 1859. Sohn eines Tischlers; ab 1811 am Gymn. in Troppau, wurde 1816 in Wien Schüler seines Onkels, des Kupferstechers S. Langer (1772–1841), 1818 von V. G. Kininger (s. d.) an der Wr. Akad. der bildenden Künste (Kupferstecherschule). K. wurde bald als Reproduktionsstecher (zuerst von Porträts, dann von Gemälden) für Bildbde. und Almanache etc. herangezogen und nützte auch die neue Technik des Stahlstiches.

W.: 40… Bildnisse der berühmtesten Männer und Frauen… (3 von 4 Tafeln zu je 10 Portratmedaillons nach Zeichnungen von S. v. Perger), 1825; K. k. Bildergalerie im Belvedere in Wien (3 Bll.: Werke von Raffael, Palma, Kauffmann, nach Zeichnungen von S. v. Perger), 1821–28; Siona Taschenbuch für Gebildete I, 1827 ff., N. F. 1831 ff.; Wr. Taschenbuch „Gedenke mein!“ VI, 1837 f. (Stahlstiche); Album österr. Dichter (13 Porträts nach verschiedenen Vorlagen), 1841; Der Freund des schönen Geschlechts, Taschenkalender, 11–18, 1842–49; J. Frh. v. Jellaćić, Gedichte (1 Stahlstich nach L. Ruß), 1851; O. Frh. Schlechta-Wssehrd, Der Fruchtgarten des Sardi (1 Stahlstich nach L. Ruß), 1852; etc.
L.: Müller–Singer; Nagler; Thieme–Becker; Wurzbach; Kosch, Das kath. Deutschland; Gilhofer (Wien), Antiquariatskataloge; Schülerlisten der Wr. Akad. der bildenden Künste.
(Schöny)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 17, 1967), S. 161f.
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