Kovács (Kováts), Edgar (1849-1912), Architekt

Kovács (Kovats) Edgar, Architekt. * Karapcziu (Bukowina), 27. 8. 1849; † Wien, 4. 6. 1912. Stud. in Czernowitz zunächst Malerei, dann an den Techn. Hochschulen in Lemberg und Wien, hier auch an der Akad. der bildenden Künste. Am Polytechnikum in Zürich erwarb er das Architekturdiplom und ging als Schüler und Ass. G. Sempers nach Wien. 1872–88 wirkte er auch unter K. Frh. v. Hasenauer (s. d.) am Bau der Museen, am Burgtheater und an der Hermesvilla mit. 1889–94 Ass. F. v. Kirschners (s. d.) beim Ausbau des Michaelertraktes der Wr. Hofburg. In Wien, wo er auch noch bei anderen Bauten tätig war, und als Maler Mitgl. des Wr. Künstler–Clubs wurde, lehrte er 1877–95 an der 1. österr. Baugcwerbeschule. 1895 war er Lehrer und ab 1897–1900 Leiter an der gleichartigen Fachschule in Zakopane. Ab 1900 war er Prof. der Architektur an der Techn. Hochschule in Lemberg, wo er sich auch ebenso wie in Breslau und Wien an verschiedenen Architekturwettbewerben beteiligte. Er baute Kirchen und Klöster in verschiedenen Orten Galiziens (Zolkiew, Chyrów, Lemberg, Drohobycz), arbeitete 1900 für die Pariser Weltausst. und war auch schriftsteller. sowie als Kunstberichterstatter für Z. tätig. Für die Architektur und das Kunstgewerbe in Galizien kommt ihm einige Bedeutung zu.

W.: Die Art Zakopane. Kunstgewerbliche Gegenstände aus Holz nach Art der Góralen, 1899; etc.
L.: N. Fr. Pr. vom 6. 6. 1912; Eisenberg, 1893, Bd. 1; Thieme–Becker; St. Łoza, Architekci i Budowniczowie w Polsce (Architekten und Baumeister in Polen), 1954, S. 155.
(Wagner–Rieger)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 17, 1967), S. 169
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