Kozina, Alexander (1808-1873), Maler

Kozina Alexander, Maler. * Felsőság (Simaság, Kom. Vas, Ungarn), 13. 3. 1808; † Oberpullendorf (Burgenland), 6. 9. 1873. Lernte zuerst in Pest bei J. Peschky, ab 1828 bei Joh. P. Krafft (s. d.) in Wien, wo er mit seinem Werk „Sintflut“ den ersten akadem. Preis erhielt. 1828 ging er mit einem Stipendium des ung. Palatins nach Italien (Florenz, Rom, Neapel), 1834 arbeitete er in Venedig gem. mit dem ung. Maler Barabás an einer Porträtgruppe. 1835 kehrte er nach Ungarn zurück und malte zahlreiche Porträts. Nach einer größeren Reise (1841) durch Rußland und Deutschland verbrachte er einige Jahre auf dem Besitz seiner Familie in Oberpullendorf, wo u. a. eines seiner größeren Gemälde, „Badende Nymphen“, entstand. Als überzeugter Republikaner mußte er 1848 in das Ausland fliehen. Nach längerem Aufenthalt in Paris, wo er auch V. Hugo malte, begab er sich in die Vereinigten Staaten und nach Mexiko. Nach seiner Rückkehr 1857 hielt er sich ständig in Oberpullendorf auf.

W.: Porträts; Landschaftszeichnungen; Altarbl. Ecce homo, Kirche von Oberpullendorf.
L·.: Tagbl. (Generalanzeiger für das Burgenland) vom 4. 3. 1927; Vasárnapi Ujság, 1884, S. 395, mit Abb.; Thieme–Becker; Révai 12; Alte Kunst im Burgenland bis 1900 (Erste kunsthist. Ausst. des Burgenlandes), Eisenstadt, 1953, S. 15, 26; Barabás M. emlékiratai, 1902; Művészet 6, 1907, 8, 1909, 13, 1914; Das geistige Ungarn; A műbarát 1, 1921, S. 144; K. Lyka, A táblabiró-világ művészete, 1922, 1, S. 136, 2, S. 47, 50, 91, 95–97, 132, 3, S. 59 ff., 4, S. 52, 135, 137.
(Semmelweis)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 17, 1967), S. 180
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