Krassnigg, Rudolf (1861-1909), Schriftsteller und Journalist

Krassnigg Rudolf, Schriftsteller und Journalist. * Klagenfurt, 21. 12. 1861; † Wien, 13. 3. 1909. War als Absolv. der Art-Kadettenschule einige Zeit im aktiven Militärdienst. 1883 wurde K. Eisenbahnbeamter. Ab 1885 war er Mitarbeiter des „Jungen Kikeriki“ und ab 1887 Redakteur der „Österreichischen Volkszeitung“. Zu seinen vielen Feuilletons und humorist. Skizzen sammelte er die Stoffe in der von ihm immer wieder unmittelbar erlebten Wirklichkeit des Wiener Volkslebens. Auch seine Militärerfahrungen wirkten in einer Fülle von Humoresken weiter. Zu den üblichen Motiven dieses Unterhaltungsschrifttums ist in K.s Erzählungen auch gut Erfundenes und ungewöhnlich Verwendetes zu finden. Gegenständliche Begrifflichkeit und Humor, der frei bleibt von peinlichem Witz, sind Kennzeichen seiner literar. Wirkungsweise.

W.: Erinnerungen eines österr. Artilleristen, 1902; Er und sie, 1902; Tierleben in der Artilleriekaserne, 1902; Bei den Kaiserlichen, 1906; Humoresken für Ehemänner und andere Unglückliche, 1906; Zweierlei Tuch, 1906; Hptm. Fingal, 1907; Behobene Langeweile u. a. Humoresken, 1907; Artilleristenstreiche, 1909; Ehestandshumoresken, 1910; Ges. Anekdoten, 1910; Backfischchens Flegeljahre, 1912; Erträumtes und Erdachtes, 1919; etc.
L.: N. Fr. Pr. vom 3. 4. 1909; Rathaus-Korrespondenz vom 2. 3. 1959, 28. 10. 1960 und 19. 12. 1961; Brümmer; Giebisch–Gugitz; Kosch; Kosel; Nagl–Zeidler–Castle 3, s. Reg.; Eisenberg, 1893, Bd. 1; Kürschner, 1936; Biograph. Jb., 1912.
(Hanus)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 18, 1968), S. 214
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