Krejčí, Joseph (1821-1881), Komponist

Krejčí Joseph, Komponist. * Milostin b. Rakonitz (Milostín, Böhmen), 17. 12. 1821 (6. 2. 1822 ?); † Prag, 19. 10. 1881. Die Grundlagen seiner musikal. Ausbildung erhielt er durch den Lehrer J. Kuthan in Senomat b. Rakonitz, er war dann Schüler von Chlàdek (Orgel, Klavier, Musiktheorie), 1838/39 der Prager Orgelschule unter J. A. Vitásek und R. Führer (s. d.), dann der Brüder J. und A. Proksch (Klavier, Orgel). Ab 1844 als Organist und Chordir. an Prager Kirchen sowie als Lehrer tätig, wurde er 1858 Leiter der Prager Orgelschule und 1865 auch des Prager Konservatoriums. 1881 i.R. Zu seinen Schülern gehören W. Kienzl (s. d.), A. Grünfeld (s. d.), L. Zelenský. K. war Gegner F. Smetanas und seiner Richtung und Förderer der Bach-Händel-Bewegung. Er ist auch Begründer der ersten tschech. Musikz. „Cecilie“ (1848).

W.: 3 Messen; 2 Tedeum; Gradualien; Offertorien u. a. Kirchenmusik; Oratorium (unvollständig); Ouverturen; Klavierwerke; Orgelwerke, darunter eine Orgelschule; 2 theoret. Werke.
L.: J. Branberger, Das Konservatorium für Musik in Prag 1811–1911, 1911, insbes. S. 257–259; Černušák-Štědroň-Nováček; Die Musik in Geschichte und Gegenwart; Reissmann; Riemann; Thompson; Wurzbach; Otto 15.
(Antonicek)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 18, 1968), S. 248
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