Krotenthaller, P. Anton (1807-1871), Seelsorger

Krotenthaller P. Anton, S. P., Seelsorger. * Wien-Neulerchenfeld, 22. 4. 1807; † Wien, 22. 9. 1871. Sohn eines armen Webers; trat 1824 in den Piaristenorden ein, 1829 Profeß, 1830 Priesterweihe. War dann als Erzieher im Löwenburgschen Konvikt in Wien VIII., ab 1849 als Rektor des Piaristenkollegs und Pfarrverweser an der damit verbundenen Pfarre Maria Treu tätig, Schuldistriktsaufseher für den VI. Wr. Gemeindebezirk, 1850–61 Wr. Gemeinderat. K. erwarb sich um die Pfarre Maria Treu große Verdienste: er schaffte die neue Orgel an (gebaut 1858 von K. F. Buckow), führte den Neubau der beiden Türme samt Fassade (nach Plänen von F. Sitte) durch, ließ die Mariensäule vor der Kirche renovieren etc. Er setzte sich für das Schulwesen (Blindeninst., Mädchenschulen, Knabenbeschäftigungsinst. etc.) und für die Interessen der Lehrerschaft ein und entfaltete eine rege karitative Tätigkeit.

W.: Predigten; Zeitungsartikel.
L.: Wr. Diözesanbl., 1871, S. 220; K. Landsteiner, A. K. Sein Leben und Wirken, 1871; Wurzbach; Jb. des Ver. für Geschichte der Stadt Wien 13, 1957, S. 210, 224, 225; A. Kerschbaumer, Geschichte der Stadt Krems, 1885, S. 319.
(Loidl)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 19, 1968), S. 297
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