Krušel'nyc'kyj, Antin Volodyslavovyč (1878-1941), Schriftsteller und Journalist

Krušeľnyc’kyj Antin Volodyslavovyč, Schriftsteller und Journalist. * Łańcut, Bez. Rzeszów (Galizien), 4. 8. 1878; † 13. 11. 1941. Vater des Folgenden; stud. an der Univ. Lemberg und unterrichtete dann an verschiedenen Gymn. in Galizien ukrain. Sprache und Literatur. K., der auch literar. tätig war, lebte 1919–25 in Wien und arbeitete im Verlag „Čajka“, der mehr als zehn seiner Romane und Novellen herausgab. In Lemberg wurde er später Redakteur der demokrat. Z. „Novi šljachy“ (Neue Wege) und „Krytyka“, ab 1934 lebte K. mit seiner Familie in der Sowjetukraine. Die literar. Leistung K.s ist vielgestaltig. In seinen Romanen, Novellen, Erzählungen und Dramen zeigte er die soziale Not der ukrain. Bevölkerung Galiziens gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jh. und die Ereignisse von 1918–20 in der Ukraine. Als Literaturkritiker und krit. Publizist kämpfte er in den zwanziger und dreißiger Jahren für eine realist., volksnahe Kunst.

W.: Proletari (Die Proletarier), Ges. Erzählungen, 1899; Dramen: Artystka (Die Künstlerin), 1901; Orly (Die Adler), 1906; Ivan Franko Poezija, 1909; Szkice z ukraińskiej literatury współczesnej (Skizzen aus der zeitgenöss. ukrain. Literatur), 1910; Novellen: Budennyj chlib (Das tägliche Brot), 1900; Rubajut lis (Man fällt den Wald), 1914; Budennyj chlib. Rubajut lis, Ges. Werke mit einer Einleitung von S. Trofymuk, 1960.
L.: Ukrajinśka radjanśka enc. 7.
(Pohrebennyk)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 19, 1968), S. 306
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