Kühne, Ferdinand Karl (1810-1877), Pädagoge und Seelsorger

Kühne Ferdinand Karl, Pädagoge und Seelsorger. * Grünefeld b. Nauen (Brandenburg), 20. 10. 1810; † Eferding (O.Ö.), 5. 9. 1877. Stud. ab 1830 Phil., Philol. und Theol. an den Univ. Berlin und Halle, war dann Hauslehrer und an der Schulzschen Musterschule in Berlin beschäftigt. K. legte 1855 seine Lehr- und theolog. Amtsprüfung ab (ordiniert) und wurde im selben Jahr von G. A. Wimmer zum ersten Dir. der neugegründeten evang. Schulanstalten nach Oberschützen berufen. K. war 1848–56 als Pfarrer dessen Nachfolger in Oberschützen und ab 1856 Pfarrer in Eferding, wo er einige Zeit das Amt eines Seniors bekleidete und ab 1870 Mitgl. des oberösterr. Landesschulrates war. K., ein hervorragender Pädagoge, besaß eine hinreißende Rednergabe und trat auch mit Vorträgen über Verbesserungen in der Landwirtschaft vor die Öffentlichkeit.

L.: Jb. der Ges. für die Geschichte des Protestantismus in Österr., Jg. 68/69, 1953; K. Fiedler, Pfarrer, Lehrer und Förderer der evang. Kirche A. und H. B. im Burgenland, 1959; J. Stettner, Mitt. aus der Geschichte der Kirchengemeinde Oberschützen, 1885; J. Ebenspanger, Die 50-jährige Geschichte der evang. Schulanstalten zu Oberschützen, 1895.
(Zimmermann)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 19, 1968), S. 322
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