Kulik, Jakob Philipp (1793-1863), Naturwissenschaftler

Kulik Jakob Philipp, Naturwissenschafter. * Lemberg, 1. 5. 1793; † Prag, 26. 2. 1863. Ab 1814 Prof. der Elementarmathematik am Lyzeum in Olmütz, 1814–16 Prof. der angewandten Mathematik am Lyzeum in Graz, 1816 Prof. der Astronomie am Joanneum, 1822 Dr.phil., ab 1826 Prof. der höheren Mathematik an der Univ. Prag. Mitgl. der kgl. böhm. Ges. der Wiss. Sein Verdienst liegt in der Anfertigung umfangreicher Tabellen über Primzahlen bzw. Faktoren von natürlichen Zahlen. Besonders hervorzuheben ist in dieser Hinsicht ein in der Österr. Akad. der Wissenschaften in Wien deponiertes umfangreiches Manuskript.

W.: Hdb. mathemat. Tafeln, 1824; Elementarer Beweis für die Schwingungszeit des einfachen Pendels, in: Z. für Physik, 1826; Collectio tabularum mathematico-physicarum, 1826; Goniometr. Formeln ohne geometr. Vorbegriffe, in: Z. für Physik, 1830; Lehrbuch der höheren Analysis, 2 Bde., 1831; Der Tausendjahr-Kalender, 1831, 3. Aufl.: Die Jahresformen der christlichen Zeitrechnung, 1861; Anzahl der Primzahlen unterhalb einer gegebenen Zahl, in: Abhh. der kgl. böhm. Ges. der Wiss., 1843; Anfangsgründe der höheren Mechanik, 1846; Beitrr. zur Auflösung höherer Gleichungen, ebenda, 1861; Magnus Canon Divisorum pro omnibus numeris per 2, 3 et 5 non divisibilibus et numerorum primorum interjacentium ad millies centena millia, pp. 4212, Manuskript, Österr. Akad. der Wiss., Wien.
L.: Poggendorff 1, 3; Wurzbach; Kosch, Das kath. Deutschland; ADB.
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PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 19, 1968), S. 341
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