Kummer von Falkenfehd, Heinrich Frh. (1852-1929), Feldmarschalleutnant

Kummer von Falkenfehd Heinrich Frh., General. * Preßburg, 22. 4. 1852; † Salzburg-Aigen, 8. 12. 1929. Absolv. die Theres. Milit.-Akad., aus der er 1872 als Lt. zum Dragonerrgt. 8 ausgemustert wurde, besuchte 1876–78 die Kriegsschule. 1878–80 in Preßburg in Generalstabsverwendung, 1880 Hptm. 1882 machte er die Bekämpfung des Aufstandes in Bosnien mit. 1883–87 war K. im Eisenbahnbüro des Generalstabes eingeteilt, 1888 kam er als Mjr. und Gen.-Stabschef der 18. Inf.-Truppendiv. nach Mostar. 1894 als Obst. Gen.-Stabschef des X. Korps in Przemyśl, im Mai 1900 übernahm er als GM das Kmdo. über die 30. Inf.-Brigade in Miskolcz, das er 1903 mit jenem über die 39. Inf.-Brigade in Dolnja Tuzla vertauschte. 1905 FML und bis 1910 Kmdt. der 19. Inf.-Truppendiv. in Pilsen. 1910 Gen. d. Kav. Im Jänner 1914 wurde K. dem k. k. Landwehroberkmdo. zugeteilt, im Mai 1914 folgte seine Ernennung zum Stellvertreter des Landwehroberkmdt. Bei Kriegsbeginn 1914 übernahm K. das Kmdo. über eine seinen Namen führende Armeegruppe, mit der er von Krakau aus in der linken Flanke der 1. Armee (Dankl, s.d.) den Vorstoß in Richtung Weichsel und Bug zu führen hatte. Seine Armeegruppe kämpfte erfolgreich bei Krasnik und Lublin, wurde aber im September 1914 im Zuge einer Umgruppierung aufgelöst. K. wurde im November 1914 als Sachverständiger für kriegswiss. Fragen ins Kriegsmin. berufen, im August 1915 hatte er den Vorsitz in der Hauptverhandlung gegen den ehemaligen Kriegsmin. Moritz Frh. v. Auffenberg (s. d.) zu führen. 1916 i.R. Vielfach geehrt und ausgezeichnet, u. a. 1903 nob., 1910 Geh.-Rat und Inhaber des IR. 24, 1916 Frh.

L.: Die Vedette vom 17. 10. 1906; Milit. Presse mit Vedette vom 19. 5. 1910; ÖWZ vom 20. 12. 1929; Svoboda 2, S. 603, 3, S. 59; Der oberste Kriegsherr und sein Stab, hrsg. von A. Duschnitz und S. F. Hoffmann, 1908 (Generalität), S. 29; F. Conrad, Aus meiner Dienstzeit, Bd. 4, 1922, s. Reg.; Österr.- Ungarns letzter Krieg, Bd. 1, 1929, s. Reg.; K. A.Wien.
(Egger)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 19, 1968), S. 346
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