Kundi, Julius (1851-1930), Seelsorger und Pädagoge

Kundi Julius, Seelsorger und Pädagoge. * Berndorf (N.Ö.), 3. 4. 1851; † Wien, 6. 11. 1930. Stud. am Priesterseminar und an der Univ. Wien. 1875 Priesterweihe. War dann als Seelsorger in Ebenfurth (N.Ö.), St. Brigitta (Wien XX.) und St. Leopold (Wien II.) tätig. 1886 Religionsprof. an der Lehrerbildungsanstalt Wien I. und am Civil-Mädchenpensionat in Wien. Religions-Inspektor, 1899 Rektor des Knabenseminars in Hollabrunn. Ab Frühjahr 1903 Pfarrer von St. Elisabeth (Wien IV.), zugleich Religions-Inspektor für Pflichtschulen und für die Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalten der Wr. Erzdiözese. 1911–20 Stadtdechant, Prüfungskoär. für das Religions-Lehramt an Mittelschulen und gleichgestellten Lehranstalten, 1918–23 Mitgl. des Diözesanschulrates und Beirat für die Temporalienverwaltung der Diözesanseminare. K., ein Pädagoge von nachhaltigem Einfluß, hielt richtungsweisende Vorträge auf den katechet. Tagungen in Salzburg (1903), München (1905), Wien (1905 und 1908), stand 1909–20 der katechet. Sektion der Österr. Leo-Ges. vor, führte 1910–11 die Verhandlungen über den neuen Wr. Diözesanlehrplan und sorgte warmherzig und tatkräftig für den katechet. Nachwuchs.

W.: Kath. Religionslehre für Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalten, 3 Tle., 1893–95, 5. Aufl. 1914–19.
L.: R. P. vom 7. 11. 1930; Wr. Diözesanbl., Jgg. 1875–1930; Christlich-pädagog. Bll., 1921, S. 25 ff., 1930, S. 270; Korrespondenz der Associatio perseverantiae sacerdotalis 52, 1931, S. 45 ff.; Buchberger; J. Grippel, Geschichte des Knabenseminars Oberhollabrunn, 1906, S. 137 f.; H. Groër, 100 Jahre Knabenseminar der Erzdiözese Wien, 1956, S. 147.
(Loidl)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 19, 1968), S. 348
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