Kunz, Otto (1880-1949), Journalist und Bibliothekar

Kunz Otto, Journalist und Bibliothekar. * Salzburg, 9. 5. 1880; † ebenda, 21. 12. 1949. Sohn eines Realschuldir.; stud. an den Univ. München, Graz und Wien (1901–04) Jus und Kunstgeschichte. 1906 Dr.jur.; ab 1907 an der k. k. Studienbibl. in Salzburg und zugleich als Kunstkritiker tätig. Ab 1923 arbeitete K. als Kulturredakteur beim „Salzburger Volksblatt“, als Kulturreferent der „Presse“ und als Berichterstatter mehrerer in- und ausländ. Ztg. Durch seine jahrzehntelange publizist. Tätigkeit wirkte er anregend und fördernd auf das Salzburger Kulturleben, namentlich auf die Festspiele. Als ehrenamtliches Mitgl. des Kuratoriums der Internationalen Stiftung Mozarteum besorgte K. die Neugestaltung des Mozart-Mus. im Geburtshaus W. A. Mozarts und des Zauberflötenhäuschens, richtete Ausst. ein (1928 „Zauberflöte“, 1941 „100 Jahre Mozarteum“, 1942 „100 Jahre Mozart-Denkmal“) und schuf in der Abt. „Mozart auf dem Theater“ des Mozart-Mus. eine wertvolle, wiss. Forschungsstätte. Als hervorragender Mozart-Kenner und Theaterspezialist betätigte sich K. auch im Zentralinst. für Mozartforschung. In seinen letzten Lebensjahren widmete er sich der Sichtung und Neuordnung der Bestände der graph. Smlg. des Salzburger Mus. Carolino Augusteum.

W.: IX. bis XIV. Katalog des Mozart-Mus., 1923–43; Das Mozart-Mus. ( = Berglandh.), 1925; R. Mayr. Weihe, Herz und Humor im Baßschlüssel, 1933; Das böse Regenwetter und der lustige Kwicks, 1948; Die Theatersmlg. am Mozarteum, Memorandum 1949; Die Frühromantiker in Salzburg, unvollnedetes Manuskript. Abhh. in Programmhe. der Salzburger Festspiele, 1933, 1934; Kritiken im Salzburger Volksbl. und in anderen in- und ausländ. Ztg., 1923–42.
L.: Die Presse vom 25. 12. 1949; Salzburger Volksbl. vom 21. 12. 1950; Mitt. der Ges. für Salzburger Landeskde., Jg. 90, 1950, S. 196; Salzburger Mus. C. A., Jahress., 1956, S. 147 f.; E. Valentin, Mozarteumbüchlein, 1941; W. Hummel, Marksteine der Geschichte der Internationalen Stiftung Mozarteum, Salzburg, 1936.
(Hummel)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 19, 1968), S. 356
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