Kutschera, Tilly (Mathilde) (1890-1920), Schauspielerin

Kutschera Tilly (Mathilde), Schauspielerin. * Wien, 29. 11. 1890; † Wien, 27. 6. 1920 (Selbstmord). Tochter des Folgenden; betrat am 15. 12. 1907 am Dt. Volkstheater als Fanchon erstmals die Bühne. Bereits am 6. 1. 1908 debut. sie als Vittorino (Renaissance) am Burgtheater, dem sie bis zu ihrem Tod als Mitgl. angehörte. Engagiert als jugendliche Naive, wurde sie wegen ihrer knabenhaften Erscheinung vorerst hauptsächlich in Hosenrollen verwendet. Sie erspielte sich nur langsam den ihren schauspieler. Anlagen entsprechenden Rollenkreis und gefiel vor allem durch ihre frische, mädchenhafte Anmut, ihre spitzbüb., übermütige Laune und ihr drolliges Wesen.

Hauptrollen: Fanchon (Grille); Cherubin (Der tolle Tag); Marianne (Tartuffe); Abigail (Das Glas Wasser); Nelly (Verlorene Tochter); Mitzi (Liebelei); Spatz (Glaube und Heimat); Eva (Konzert); etc.
L.: N. Wr. Tagbl. vom 28. 6., N. Fr. Pr. vom 29. 6. 1920; Neues Österr. vom 11. 6. 1961; Dt. Bühnenjb., 1921, S. 144; Kosch, Theaterlex.; Rub; 175 Jahre Burgtheater, hrsg. von der Bundestheaterverwaltung, 1954.
(Futter)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 19, 1968), S. 375
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