Kwizda von Hochstern, Franz Johann (1827-1888), Apotheker

Kwizda von Hochstern Franz Johann, Apotheker. * Leitomischl (Litomyšl, Böhmen), 2. 4. 1827; † Korneuburg (N.Ö.), 17. 6. 1888. Vetter des Vorigen, Onkel des Agrikulturchemikers Adolf K. (s. d.), Sohn eines gräflich waldsteinschen Güterdir.; lernte in einer Apotheke in Iglau (Mähren) die Pharmazie und stud. an der Univ. Wien, 1849 Mr.pharm. 1849–53 war er Beamter der k. k. Hofapotheke in Wien und kaufte 1853 die Kreisapotheke in Korneuburg. Gleich nach der Übernahme der Apotheke begann er mit der Erzeugung seiner Veterinär-Präparate (Korneuburger Viehpulver, K.s Restitutionsfluid für Pferde). Er war viele Jahre Vorsteher des Apotheker-Gremiums Viertel unterm Manhartsberg und Mitgl. des Gemeinderates. 1873 Bürgermeister von Korneuburg. Unter seiner Ägide wurden eine Kleinkinder-Bewahranstalt, ein großes Krankenhaus und eine Kaserne erbaut sowie durch seine Bemühungen die Landes-Zwangsarbeits- und Besserungsanstalt in Korneuburg errichtet. 1885 nob. Ehrenbürger von Korneuburg, Groß-Enzersdorf, Marchegg und Wolkersdorf.

L.: Z. des allg. österr. Apotheker-Ver. 2, 1864, S. 502, 14, 1876, S. 286, 20, 1882, S. 216, 23, 1885, S. 624, 25, 1887, S. 412, 26, 1888, S. 301; Pharmazeut. Post 19, 1886, S. 69, 21, 1888, S. 418, 57, 1924, S. 14; H. Heger, Apothekenbilder von Nah und Fern, H. 1, 1896, S. 31; J. Fritsche, Verdiente Personen, in: Heimatbuch des polit. Bezirkes Korneuburg, Bd. 2, 1961; Wurzbach.
(Wiltsch)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 20, 1969), S. 386f.
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