Lafite, Carl (1830-1900), Maler

Lafite Carl, Maler. * Wien, 4. 6. 1830; † Wien, 22. 10. 1900. Vater des Folgenden, Bruder des Malers Ernst L. (s. d.); seit 1848 Schüler von E. Lichtenfels und F. Steinfeld an der Akad. der bildenden Künste in Wien. Der Landschaftsmalerei zugewandt (Einfluß Ruysdael), stellte L. bereits ab 1849 in den Akademieausst. bei St. Anna, ab 1853 im Österr. Kunstver. aus, ab 1861 auch gleichzeitig in der Genossenschaft bildender Künstler Wiens, Künstlerhaus, deren Mitgl. er von Anfang an war. Von der Ölmalerei mit Motiven aus den Alpen, von der Donau und vom Wr. Prater ging L. später mehr und mehr auf das Aquarell über. Als Zeichenlehrer in aristokrat. Familien malte er viele Schlösser.

W.: Ölbilder: Merkenstein, Hallstatt, 1849; Motiv aus der Stmk., 1850; Vorderer und Hinterer Langbathsee, beide Hist. Mus. der Stadt Wien; etc. Aquarelle: Holzlagerplatz, Waldbachstrub, 1884, beide Hist. Mus. der Stadt Wien; etc.
L.: N. Fr. Pr. vom 24. 10. 1900 und 14. 12. 1902; Thieme–Becker; Wurzbach; F. v. Boetticher, Malerwerke des 19. Jhs., Bd. 1/2, 1895; R. Schmidt, Das Wr. Künstlerhaus, 1851–1951, 1951, S. 147; Kataloge zu St. Anna, Österr. Kunstver., Künstlerhaus.
(Schöny)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 20, 1969), S. 402
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