Langauer, Franz (1850-1919), Pomologe und Lehrer

Langauer Franz, Lehrer und Pomologe. * Gratzen (Nové Hrady, Böhmen), 27. 3. 1850; † Langenlebarn, Unteraigen (N.Ö.), 17. 9. 1919. Als Bürgerschullehrer widmete er dem Schulgarten, als einem notwendigen Lehrmittel, besondere Aufmerksamkeit. Durch ein kleines Buch „Der Schulgarten“ und durch die illustrierte Z. „Der Schulgarten“, deren Schriftleiter er war, fanden seine Gedanken weite Verbreitung. Er unterrichtete u. a. an der k. k. Kadettenschule in Prag, an der Buchdruckerschule des Gremiums der Buchdrucker in Wien und an der landwirtschaftlichen Winterschule in Tulln (1905/06). L. war auch prakt. in Obst- und Baumschulbetrieben erfolgreich tätig. Er verwaltete eine umfangreiche Obstanlage in Vösendorf und war Leiter der Zwergobstbaumschule am Kanzlhof bei Maria Lanzendorf bei Wien. Aus dieser Zeit stammt eine Reihe von Schriften über Zwergobstbau. L. verfaßte auch Erzählungen und Gedichte.

W.: Der Schulgarten, 1885; Die Schulgärten größerer Städte, in: Die Bürgerschule, 1885; Der Topfobstbaum, seine Anzucht und Pflege, 1885; Anzucht und Cultur der Palmen im Zimmer, in: Illustrierte Flora, 1885; Der Hausgarten auf dem Lande, ebenda, 1889; Katechismus des Zwergobstbaues, 1897; Der Schnitt der Zwergobstbäume, in: Illustrierte Flora, 1900, Beilage; Der Stiftungspreis, in: Archiv für Land- und Forstwirtschaft, 1902, 2. Aufl. 1913; Eine Osterreise in die Heimat, in: Der Böhmerwald, 1901, S. 110 ff.; Eine Einquartierung, ebenda, 1902, S. 2 ff.; etc.
L.: Böhmens dt. Poesie und Kunst, Jg. 6, 1896; Glaube und Heimat, Jg. 18. 1966, S. 343; Eisenberg, 1889–93; Mitt. F. Lenz, Wien.
(Ehrendorfer)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 20, 1969), S. 446
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