Lantschner, Anton; Kanonen-Toni (1833-1893), Offizier

Lantschner Anton („Kanonen-Toni“), Offizier. * Steinach (Tirol), 7. 1. 1833; † Schwaz (Tirol), 10. 9. 1893. Sohn eines Chirurgen, der aus Steinegg bei Bozen stammte, Bruder des Mediziners Ludwig L. (s. d.), Großneffe des Folgenden; nach Absolv. der Kadettenschule in Innsbruck trat er in das Tiroler Kaiserjägerrgt. ein. Am 4. 6. 1859 entriß er in der Schlacht bei Magenta als Lt. an der Spitze einer kleinen Schar Kaiserjäger einer französ. Gardebatterie eine feuernde gezogene Kanone (heute vor dem Bergiselmus. in Innsbruck), wurde gleich darauf schwer verwundet und geriet in französ. Kriegsgefangenschaft. 1866 zeichnete er sich in der Schlacht bei Custozza aus, 29. 7. 1866 Hptm. Anläßlich der Aufstellung der Tiroler Landesschützen als eine Miliztruppe wurde er 1872 zum Kader-Kmdt. des k. k. Landesschützen-Baons. Pustertal und später des Baons. Unterinntal ernannt. 1883 trat er als Mjr. ad honores i. R., wurde aber weiterhin als Landsturm-Kmdt. des Landesverteidigungsdistriktes Unterinntal n. 1 in Schwaz geführt.

L.: Volks- und Schützenztg. vom 24. 8. 1859; Tiroler Bote vom 12. und 13. 9. 1893; Tiroler Anzeiger vom 21. 1. 1928; L. Potschka, Geschichte des Tiroler Jäger-Rgts. K. Franz Joseph, Tl. 2, 1885, S. 73, 75, 172, Tl. 3, S. 207; R. Granichstaedten-Czerva, Beitrr. zur Familiengeschichte Tirols; in: Schlernschriften, Bd. 131, 1954, S. 88; H. Brunner, Lebenslauf des A. L., k. k. Landesschützenmjr., o. J., Manuskript, Tiroler Landesmus. Ferdinandeum, Innsbruck.
(Gschließer)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 21, 1970), S. 18
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