Lanzedelly, Josef d. J. (1807-1879), Maler und Lithograph

Lanzedelly Josef d. J., Maler und Lithograph. * Wien, 1807; † Wien, 20. 11. 1879. Sohn des Vorigen, Bruder des Folgenden, Vater des Lithographen August L. (s. d.). Ab 28. 5. 1824 Schüler der Akad. der bildenden Künste in Wien (Historienmalerei bis 1827), setzte er als Lithograph nach dem Tod seines Vaters 1831 dessen Arbeiten fort. Er arbeitete auch nach Vorlagen anderer Künstler, übernahm 1865 die Steindruckerei seines Bruders Karl L. und war später auch Bilderhändler.

W.: Schießstätte in der Alservorstadt, Aquarelle, Hist. Mus. der Stadt Wien; Damenbildnis, 1873, Die Bettler, Tuschpinsel, Caffeehausszene, Kinderbelustigung, Bleistiftzeichnungen, Hist. Mus. der Stadt Wien. Lithographien: Karikaturist. Genreszenen, 1848; Abgeordnetenhaus, 1863, nach J. Eichhorn; Szenen aus dem Soldatenleben, 9 Bll.; Der Feldzug in Italien 1848/49, Serie; Die k. Familie in Laxenburg; Erzh. Johann als Gemsenjäger; Radetzky zu Pferd; 6 Skizzen aus dem Kriegsleben, nach F. L’ Allemand, für: Der Feldzug in Ungarn 1848/49; F. Raimund als Valentin, nach F. Schilcher; Porträtlithographien: M. Obrenović, Frh. v. Welden; FZM Benedek; etc.
L.: Thieme–Becker; Wurzbach (s. unter Lancedelly); Lagerkatalog Gilhofer, n. 76, 1906, S. 27, n. 121, 1915, S. 39 f.
(Schöny)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 21, 1970), S. 22
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