Lanzinger, Hubert (1880-1950), Maler

Lanzinger Hubert, Maler. * Innsbruck, 9. 10. 1880; † Bozen (Südtirol), 3. 11. 1950. Nach Stud. an der Akad. der bildenden Künste in Wien (1901–08) in der Meisterklasse Delug) und Tätigkeit als Kriegsmaler in Montenegro und Galizien (1918) war er 1919–22 in Innsbruck ansässig; 1922/23 vertrat er Delug (s. d.) an der Akad. der bildenden Künste in Wien und ließ sich 1923 in Bozen nieder. 1911 stellte er zum ersten Mal in der Secession in Wien aus, 1943 erhielt er den Mozart-Preis. L., ein beachtlicher Porträtmaler, der in den Zwanzigerjahren zu den Vertretern der Neuen Sachlichkeit gehörte, malte auch religiöse Bilder, Akte, Stilleben und zahlreiche Landschaften.

W.: 13 Intarsientafeln zur Geschichte von Bozen, 1906–1920, Stadtverwaltung Bozen; Porträt O. T. und Stilleben, Tiroler Landesmus. Ferdinandeum, Innsbruck; Blumenstücke; Landschaftsbilder; Akte; religiöse Bildnisse.
L.: Die Presse vom 8. 11. 1950; L’Alto Adige vom 11./12. 7. 1905; Der Kunstfreund, 1902, 1904, 1905; Bergland, Jg. 5, 1923; Der Schlern 24, 1950; Thieme–Becker.
(Egg)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 21, 1970), S. 23
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