La Tour en Voivre, Elvine Gfn. de; geb. Freiin Ritter v. Záhony (1841-1916), Sozialarbeiterin

La Tour en Voivre Elvine Gräfin de, geb. Freiin Ritter v. Záhony, Sozialarbeiterin. * Görz, 8. 12. 1841; † Treffen (Kärnten), 7. 10. 1916. Stammte aus dem bis in die Reformationszeit zurückreichenden evang. Pfarrergeschlechte der Ritter aus Frankfurt a. M. Ihr Großvater, Joh. Christoph Ritter, hatte sich in Triest niedergelassen und dort eine Großhandelsfa. begründet. L. richtete auf ihrer Herrschaft Russiz bei Görz eine Mädchenerziehungsanstalt und eine evang. Volksschule ein, welche während des Ersten Weltkrieges zugrundeging. Die gemeinnützigen Anstalten, die sie in Treffen errichtete, dessen Schloß und Herrschaft ihr Mann 1885 gekauft hatte, bestehen heute noch und sind um eine Sonderschule in Treffen und um ein Schülerheim in Villach vermehrt worden. Die von ihr gegründete Volksschule wurde die öff. Schule des Ortes. Das zur „Evangelischen Stiftung der Gräfin de La Tour in Treffen“ gehörige Hospiz in Triest ist der Rest der Besitzungen im Küstenlande.

W.: Aus meinen Erinnerungen in der Kriegszeit mit Italien ab Frühjahr 1915, Nachdruck 1932; Was ich bei meiner Rückkehr und im Frühjahre 1916 in Treffen erlebte, Nachdruck 1932.
L.: Die Garbe, Jg. 24, 1920; Glaube und Heimat, Jg. 1, 1947; Ich diene aus Liebe. Mitt. des Evang. Ver. für Innere Mission in Kärnten, 1951 ff.; Innere Mission, 1955, 1956; H. Norden, Eine tapfere Frau und ihr Werk, 1958; F. Ritter Frh. v. Záhony, Chronik und Stammbaum der im Jahre 1829 in Österr. mit dem Prädikat „von Záhony“ geadelten Familie Ritter aus Frankfurt a. M., 1915; A. Katterfeld, Um Gottes Reich, 1938; H. Jaquemar, Innere Mission, 1951; L. Hoffmann, Frauen auf Gottes Straßen, 1958.
(Mecenseffy)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 21, 1970), S. 40
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