Laurencin d'Armond, Ferdinand Peter Gf.; Ps. Philokales (1819-1890), Musikschriftsteller

Laurencin d’Armond Ferdinand Peter Graf, Musikschriftsteller. * Kremsier (Kroměříž, Mähren), 15. 10. 1819; † Wien, 30. 10. 1890. Sohn des Obersthofmeisters des musikliebenden Erzh. Rudolph in Olmütz; 1824–32 leitete der Privatgelehrte Wildfeyr seine Erziehung, in welcher auch die musikal. Ausbildung eine Rolle spielte. 1832 kam er an das Gymn. in Brünn und stud. hier ab 1836 Phil. bei M. Klácel (s. d.). Daneben erhielt er Musikunterricht bei Rieger und J. A. Novotny, den er dann während seiner Prager Universitätsstud. (Dr. phil.) bei W. J. Tomaschek und C. F. Pietsch fortsetzte. Nachdem sich Hoffnungen auf eine Lehrkanzel in Brünn zerschlagen hatten, begann er das Stud. der Rechte in Olmütz und Wien. 1847–52 im Staatsdienst, lebte er dann als freier Schriftsteller. Er schrieb meist unter dem Ps. Philokales.

W.: Zur Geschichte der Kirchenmusik bei den Italienern und Dt., 1856; Dr. E. Hanslicks Lehre vom Musikal.-Schönen. Eine Abwehr, 1859; etc. zahlreiche Abhh. in Neue Z. für Musik, Allg. Wr. Musikztg.; Rezensionen; etc.
L.: Eisenberg, 1891; Frank-Altmann; Riemann; Wurzbach.
(Antonicek)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 21, 1970), S. 50
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