Layer, Leopold (1752-1828), Maler

Layer Leopold, Maler. * Krainburg (Kranj, Oberkrain), 20. 11. 1752; † ebenda, 12. 4. 1828. Sohn des Krainer Malers und Bildschnitzers Marko L.; erhielt den ersten Malunterricht von seinem Vater, sonst Autodidakt und Eklektiker, der sich durch Kopieren von Vorlagen (Kupferstiche italien. und dt. Künstler) zu einem geschickten Maler ausbildete, der allein oder mittelbar durch seine Werkstätte die slowen. Gebiete fast 50 Jahre mit kirchlichen und profanen Werken versorgte. L. arbeitete in Öl, Fresko und auch Glasmalerei. Anfangs war ihm die barocke Art Metzingers sehr nahe, bald jedoch wurde er von Kremser-Schmidt beeinflußt, dessen Komposition und Farbtechnik er mit individuellen Abwechslungen nachahmte. L.s Werke sind von naiver Schaffensfreude durchdrungen, seine Porträts wirken warm und sehr unmittelbar. In der Freskotechnik und einigen Altarbildern kann man bei ihm noch vor dem Beginn der Romantik den Übergang vom Barock zu einem idealisierenden Realismus feststellen. Zu seinen Schülern gehören u. a. sein Adoptivsohn J. Egartner, M. Goričnik und beide Goetzl.

W.: Mariä Himmelfahrt, 1776, Fraßlau; Mariä Verkündigung, 1796, Ehrengruben; St. Hermagoras und Fortunat, ca. 1799, Oberburg; Ignatius v. Loyola. 1803, Asp bei Veldes; Kreuzweg, ca. 1808, Neumarktl; Muttergottes (Gnadenbild), 1814, Bresiach; Leiden Christi, ca. 1818, Flödnig; Johann Nep., 1825, Tufstein; Der hl. Joseph speist das Jesukind, Asp bei Veldes; etc. Porträts: Selbstporträt mit Gemahlin; Familie des Chirurgen Heyne; etc. Fresken: Kapelle, 1814, Bresiach; Kuppel und Wände des Presbyteriums, 1815, Neumarktl; Altarnische in Teinitz.
L.: Delo vom 28. 10. 1966; Carniola, N. F., Bd. 1914; Zbornik za umetnostno zgodovino N. V., 1952, S. 165–210; Bénézit 5; Thieme–Becker; SBL 1; Wurzbach; Enc. Jug. 5.
(Prašelj)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 21, 1970), S. 54f.
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