Leicht, Ferdinand (1870-1922), Theaterdirektor und Komponist

Leicht Ferdinand, Varietébesitzer und Komponist. * Wien, 17. 5. 1870; † Wien, 25. 12. 1922. Sohn des Schaustellers Ferdinand L., der bereits 1888 im Wiener Volksprater im Restaurant „Zur weißen Gans“ Varietévorstellungen gab, Bruder des Varietébesitzers und Schauspielers Wilhelm L. (s. d.); gem. mit diesem übernahm er 1895 das Gasthaus „Zum schwarzen Tor“ im Prater und führte es bis zu seinem Tod als Varieté. Er schrieb viele Wr. Lieder, von denen das bekannte „I und der Mond“ von Nedbal sogar in das in der Staatsoper aufgeführte Ballett „Des Teufels Großmutter“ aufgenommen wurde.

L.: Neues Österr. vom 7. 8. 1960; Das kleine Volksbl. vom 29. 10. 1961; Wr. Ztg. vom 30. 3. 1966; H. Pemmer–N. Lackner, Der Wr. Prater einst und jetzt, 1935, S. 121 f.
(Pemmer)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 22, 1970), S. 102
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