Lemberg, Eduard (1832-1916), Forstmann

Lemberg Eduard, Forstmann. * Grulich (Králiky, Böhmen), 17. 9. 1832; † Wien, 8. 3. 1916. Sohn eines Industriellen; trat nach der Realschule als Praktikant beim Gf. Althanschen Forstamte Grulich ein. 1848–51 besuchte er die k. k. Forstlehranstalt Mariabrunn. Nach einjähriger Praxis auf dem mähr. Gute Plumau des Fürsten Liechtenstein, 1852–62 Prof. für Mathematik, Vermessung und forstliche Baukde., später auch für Forst- und Jagdschutz und Holzmeßkde. an der neu errichteten Forstschule in Mähr.-Aussee. 1863 Forstmeister des Gf. Fr. Thun-Hohenstein in Kwassitz (Mähren), 1865 Forstinspektor im Dienste von Gf. E. v. Schönborn-Buchheim, wo er von Göllersdorf aus die gesamten, in N.Ö. gelegenen Forste verwaltete. Gleichzeitig wurde ihm die Inspizierung der in der Stmk. und Ungarn gelegenen Domänen übertragen, 1873 übersiedelte L. als Forstrat in die Schönbornsche Zentraldion. nach Wien, wo er bis zu seiner Pensionierung (1907) tätig war. L., Mitgl. mehrerer Forstver., war an der Gründung des niederösterr. (Manhartsberger) Forstver., dessen Vizepräs. er 1875–97 war, maßgeblich beteiligt.

L.: Österr. Forst- und Jagdztg., 1897, S. 58; F. Krätzl, Die mähr.-schles. Forstlehtranstalt Aussee-Eulenberg während ihres ersten Vierteljh., Denkschrift, 1877.
(Killian)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 22, 1970), S. 123f.
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