Lerch, P. Wenzel (1846-1914), Volksmissionar und Schriftsteller

Lerch P. Wenzel, S.J., Volksmissionar und Schriftsteller. * Hainspach (Lipová, Böhmen), 15. 8. 1846; † Schlägl (O.Ö.), 26. 7. 1914. Stud. am bischöflichen Knabenseminar in Mariaschein und trat 1864 in den Jesuitenorden ein. Aszet. und humanist. Ausbildung (4 Jahre in St. Andrä, Kärnten), philosoph. (3 Jahre in Preßburg) und theolog. Stud. (4 Jahre in Innsbruck, dort Priesterweihe 1878) befähigten ihn zu einer weit gestreuten und intensiven priesterlichen Tätigkeit. Mehrere Jahre wirkte er als Erzieher und Lehrer an den Jesuitenkollegien in Kalksburg und in Mariaschein, drei Jahre Oberer des Jesuitenkollegs Linz-Freinberg, 1911–14 war er Dir. des Priesterseminars in Klagenfurt. Den größten Teil seines Lebens widmete er der Leitung von Kongregationen und der Abhaltung von Exerzitien und Volksmissionen (rund 600). Daneben entfaltete er eine reiche schriftsteller. Tätigkeit, die weitgehend Frucht seiner Seelsorgsarbeiten war und diese fortsetzen sollte.

W.: Eucharist. Predigten, 1912; Armen-Seelen-Predigten, 1913; Predigten über die Nächstenliebe, 1913; von seinen 32 pastoralen und apologet. Kleinschriften erreichten die meisten hohe Auflagezahlen.
L.: Mariascheiner Sodalenkorrespondenz, 1914, Dezember, S. 1–12; Jesuitenlex.; Kosch, Das kath. Deutschland.
(Pinsker)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 22, 1970), S. 152
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