Leschetitzky, Theodor (1830-1915), Klaviervirtuose

Leschetitzky Theodor, Klaviervirtuose. * Łańcut (Galizien), 22. 6. 1830; † Dresden, 14. 11. 1915. Begann seine Laufbahn bereits 1839 in Lemberg als Wunderkind, nachdem ihn bis dahin sein Vater unterrichtet hatte. Die weitere Ausbildung erfolgte in Wien durch C. Czerny (Klavier, s.d.) und S. Sechter (Komposition). Bereits 1844 war er ein gesuchter Lehrer. 1852 ging er nach Rußland und wurde hier Musikinspektor, Konzertmeister, Prof. am St.-Petersburger Konservatorium. Große Konzertreisen in Europa, bei denen er zum Teil auch vierhändig mit seiner Gattin Annette Essipoff auftrat, brachten ihm triumphale Erfolge. 1878 übersiedelte er wieder nach Wien. L. war vor allem ein international berühmter Lehrer und entwickelte auch eine eigene „L.-Methode“ für den Unterricht, die er selbst auf C. Czerny zurückführte. Zu seinen Schülern zählen u. a. E. Ney, A. Schnabel und I. Paderewski.

W.: Die erste Falte, Oper, 1867; Klaviersolostücke.
L.: N. Fr. Pr. vom 22. 6. 1910, 17. und 25. 11., 25. 12. 1915; AZ vom 20. 11. 1915; Die Musik in Geschichte und Gegenwart.
(Antonicek)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 22, 1970), S. 154
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