Lewicki, Antoni (1815-1882), Techniker

Lewicki Antoni, Techniker. * Krościenko, Bez. Ustrzyki Dolne (Galizien), 25. 12. 1815; † Warschau, 1. 5. 1882. Stammte aus einer Beamtenfamilie, Vater des Folgenden; stud. 1836–39 am k. k. Techn. Inst. in Wien. Ab 1840 Ing.-Ass. bei der österr. K.-Ferdinands-Nordbahn, wo er sich am Bau der Linie Prerau–Olmütz beteiligte und einige Kommunikationslinien projektierte. 1842–44 bei der Gen.-Dion. der österr. Eisenbahnen, arbeitete er u. a. das Projekt der Linie Mürzzuschlag–Graz und Zirknitz–Pöltschach in der Unterstmk. aus. 1844 verließ er den Staatsdienst, baute als leitender Ing. die Bahn Wr. Neustadt–Ödenburg und schuf das Projekt der Linie Bruck a. d. Leitha–Raab und Preßburg. Ab 1849 wieder im Staatsdienst, beteiligte er sich am Bau der Linien über den Semmering (1853) und Innsbruck–Kufstein. 1859–64 lebte er in Galizien. Da er sich sehr für Astronomie interessierte, gründete und erhielt er ein kleines Observatorium in Czenstochau. Die von L. verfaßte Abh. über die Messung der Kubatur etc. enthält individuelle, von ihm bestimmte genaue Formeln für die Berechnung der Querstraßen.

W.: Theoret. Abh. über die Kubatur der Auf- und Abträge bei Chausseen und Eisenbahnen, 1844.
L.: Kurier Warszawski, 1882, n. 98; Przegląd Techniczny, Bd. 16, 1882, S. 24; P. Pawlicki, Pamiątka jubileuszowa. Droga żelazna Warszawsko-Wiedeńska w 50-letnim okresie swego istnienia 1845–95 (Jubiläums-Erinnerungen. Die Eisenbahn Warschau–Wien in den 50 Jahren ihres Bestehens 1845–95), 1897; J. K. Pietraszek, Kolej żelaznaprzez górę Semmering (Die Eisenbahn über den Semmering), in: Księga Świata, 1857, Bd. 2, S. 35–44; Geschichte der Eisenbahnen, Bd. 1, Tl. 1, 1898, S. 265; F. Kucharzewski, Bibliografia polska techniczno-przemysłowa (Poln. Techn. und Industriebibliographie), 1894, s. Reg.; ders., Piśmiennictwo techniczne polskie (Poln. techn. Literatur), Bd. 1, 1911, s. Reg.
(Bieńkowski)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 22, 1970), S. 170
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