Leybold, Heinrich Gustav Adolf (1794-1855), Maler und Kupferstecher

Leybold Heinrich Gustav Adolf, Maler und Kupferstecher. * Stuttgart, 14. 11. 1794; † Wien, 28. 8. 1855. Sohn des Folgenden, Bruder des Vorigen und der beiden Maler Karl J. L. (s. d.) und Rudolf M. L. (s. d.); Schüler seines Vaters und der Akad. der bildenden Künste in Wien, wohin er bereits als Kind gekommen war. Er malte zuerst Miniaturen wie sein Bruder Karl, verlegte sich aber bald ganz auf den Kupferstich. Die Ausst. der Akad. zu St. Anna beschickte er 1822–42, vornehmlich mit Porträtstichen und Stichen nach klass. Meisterwerken der Malerei aus Privatbesitz (Raffael, Holbein usw.), und wurde Mitarbeiter seines Vaters am sogenannten „Galeriewerk“ (Hauptwerke des Wr. Kunsthist. Mus. im Kupferstich).

W.: Stiche: Adam v. Bartsch, 1817, nach E. F. Leybold; Beethovens Studierzimmer, 1827, nach J. N. Höchle; Vignetten, 1828, 1830, 1832; Grabmal Maximilian II. in Prag, 1832; Dr. A. Schmit, 1834; Vereinsbl. des Württemberg. Kunstver., 1839; Franz I., Ferdinand I., 1842; Dr. V. Kern, Michael Mayer, beide nach K. Leybold; Ph. C. Hartmann, nach L. F. Schnorr v. Carolsfeld.
L.: A. Wintterlin, Württemberg. Künstler in Lebensbildern, 1895, S. 245; Bénézit 5; Nagler; Thieme–Becker; Wurzbach; ADB; E. Leisching, Die Bildnis-Miniatur in Österr. 1750–1850, 1907, S. 159; L. R. Schidlof, The Miniature in Europe, Bd. 1, 1964, S. 500; Kataloge der Ausst. zu St. Anna, 1822, 1828, 1830, 1832, 1834, 1835, 1842, 1844.
(Schöny)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 22, 1970), S. 176
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