Liechtenstein, Friedrich Prinz von und zu (1807-1885), General

Liechtenstein Friedrich Prinz von und zu, General. * Wien, 21. 9. 1807; † Wien, 1. 5. 1885. Bruder des Gen. Franz Prinz v. u. z. L. (s. d.) und des Fürsten Aloys II. v. u. z. L. (s. d.), Onkel des Fürsten Johann II. v. u. z. L. (s. d.), des Vorigen und der beiden Politiker Alfred Prinz v. u. z. L. (s. d.) und Aloys Prinz v. u. z. L. (s. d.); trat 1827 als Lt. beim Ulanenrgt. 2 ein und rückte noch im selben Jahre zum Oblt. im Husarenrgt. 6 vor. In der Folge in verschiedenen Husarenrgt. 1848 zum GM befördert, machte L. den Feldzug dieses Jahres als Brigadier in Italien mit, wobei er sich in den Schlachten von Montanara und La Volta besonders hervortat und 1848 mit dem Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens ausgezeichnet wurde. 1849 war L. zunächst wieder als Brigadier bei der Armee in Italien eingeteilt, dann kam er als FML (20. 6. 1849) und Divisionär zum Armeekorps Schlik auf den ung. Kriegsschauplatz. Nach Abschluß des Feldzuges wieder als Divisionär in Italien in Verwendung, ab 1853 Kmdt. des 6. Armeekorps in Wien. 1858–60 wirkte er dann als Kmdt. des 12. Armeekorps und als Gouverneur in Siebenbürgen. 1861–65 war er in gleicher Verwendung im Banat eingeteilt. 1861 Gen. der Kav. 1865–69 kommandierender Gen. in Ungarn. 1869 i. R. L. war 1854–61 Inhaber des Ulanenrgt. 3, dann des Husarenrgt. 13; 1858 Geh.-Rat, ab 1872 lebenslängliches Herrenhausmitgl.

L.: Wr. Ztg. vom 1. 5. 1885; Armeebl. vom 6. 5. 1885; Streffleur, Jg. 26, 1885, Bd. 2, S. 1 f.; Alten, Bd. 6, S. 52; Hirtenfeld, Bd. 2, S. 1528 ff.; Lukeš, S. 28; J. Strack, Die Gen. der österr. Armee, 1850, S. 272 ff.; C. A. Schweigerd, Österr. Helden und Heerführer, Bd. 3/2, 1855, S. 1151 f.; Wurzbach; E. Frh. Riedl v. Riedenau, Geschichte des k. u. k. Ulanen-Rgt. Erzh. Carl n. 3, 1901, S. 10, 12; F. Gf. Lanjus, Die erbliche Reichsratswürde in Österr., 1939, S. 103; H. Bohatta, Liechtenstein. Bibliographie, in: Jb. des Hist. Ver. für das Fürstentum L., Bd. 10, 1910, S. 72 f.; K. A. Wien.
(Egger)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 23, 1971), S. 205
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