Lilie, Adolf; Ps. Wolfgang Schild (1851-1912), Schriftsteller

Lilie Adolf, Ps. Wolfgang Schild, Schriftsteller. * Oberkratzau (Chrastava, Böhmen), 23. 10. 1851; † Gablonz a. d. N. (Jablonec nad Nisou, Böhmen), 27. 7. 1912. Sohn eines Tuchwalkers; mußte wegen des Krieges 1866 die Schulausbildung abbrechen, absolv. die Lehre als Weber und die Webereischule in Reichenberg, um im Geschäft des Vaters zu arbeiten. Nach dem Besuch der Lehrerbildungsanstalt in Trautenau wurde er 1874 Lehrer, später Bürgerschullehrer in Gablonz.

W.: Auf treuer dt. Wacht (kulturhist. Roman), 1886, 2. Aufl. 1908; Geschichte des Gablonzer Turnver., 1887; Wunderkuren (Arbeiterroman), 1891; Der polit. Bez. Gablonz, 1894, 2. Aufl. 1895; Altes aus der Gablonzer Ortsgeschichte, 1908; etc.
L.: Brümmer; Giebisch–Gugitz; A. Hinrichsen, Das literar. Deutschland, 2. Aufl. 1891; F. Jaksch, Lex. sudetendt. Schriftsteller, 1929; Kürschner, 1909; Literar. Jb. verbunden mit einem Lex. der lebenden dt. Schriftsteller und Schriftstellerinnen, hrsg. von P. Thiel, Jg. 1, 1903; Wer ist’s? 1905.
(König)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 23, 1971), S. 214
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