Lilien, Efraim (1874-1925), Graphiker und Zionist

Lilien Efraim, Graphiker und Zionist. * Drohobycz (Drohobyč, Galizien), 23. 5. 1874; † Badenweiler (Baden-Württemberg), 17. 7. 1925. Sohn eines Drechslers; arbeitete zuerst als Schildermaler, stud. unter großen Entbehrungen mit Unterbrechungen in Krakau, Wien und 1894–98 in München. Ab 1899 in Berlin lebend, war er Mitarbeiter verschiedener illustrierter Ztg. und Z. wie „Weltspiegel“, „Grazien“, „Ost und West“, entwarf Einbanddecken, Katalogtitel, Exlibris, illustrierte Romane, Gedichte, etc. L. bereiste Rußland, die Schweiz, die Türkei und Palästina und wurde zu einem Anhänger und Mitkämpfer Th. Herzls (s. d.) für die zionist. Idee.

W.: Illustrationen zu: J. v. Wildenrath, Der Zöllner von Klausen, 1896; B. Frh. v. Münchhausen, Juda, 1900; F. Servaes, Th. Fontane, 1901; Jüd. Almanach 5663, 1903; M. Rosenfeld, Lieder des Ghetto, 1904; Bibelillustrationen; Radierungen; etc.
L.: N. Fr. Pr. vom 21. 7. 1925 und 6. 10. 1929; A. Gold, E. M. L., 1905; Bénézit 5; Thieme–Becker; Wininger; Enc. Jud.; Jew. Enc.; Jüd. Lex.; Wer ist’s? 1908.
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PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 23, 1971), S. 214
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