Lipiński, Kazimierz (1857-1911), Industrieller

Lipiński Kazimierz, Industrieller. * Sanok (Galizien), 10. 11. 1857; † Jekelsdorf (Jaklovce, Zips, Slowakei), 11. 11. 1911. Erlernte 1877–85 das Schlosserhandwerk in den Gewerbeschulen in Prag und Wien. 1886 übernahm L. die Schlosser- und Schmiedewerkstätte nach seinem Vater in Sanok und verwandelte sie in ein Unternehmen zur Erzeugung und Reparatur von Bohrapparaten für die Erdölgewinnung. 1887–94 Gesellschafter des tschech. Unternehmers J. Schenk, baute L. seinen Betrieb zu einer Fabrik für Bohrmaschinen (ab 1891 auch Eisenbahnwaggons) aus. 1894 regte er die Gründung der „Ersten Waggonfabrik A. G. in Sanok“ an, deren Produktion nun auch Transport- und Kommunikationsmittel aller Art (Straßenbahn für Wien), Brückenkonstruktionen, Dampfmaschinen etc. umfaßte. L. war als Zentraldir. bis 1902 tätig und zog sich dann auf sein Landgut Jekelsdorf zurück. 1913 wurde seine Fabrik in Sanok mit dem Konzern L. Zieleniewski und Pfitzner-Gamper in Krakau vereinigt.

L.: Sprawozdania I Fabryki Wagonów w Samoku (Geschäftsberr. der Ersten Waggonfabrik in Sanok), 1895–1912; W. Zaleski Sariusz, Dzieje przemysłu w b. Galicji 1804–1929 (Geschichte der Industrie im ehemaligen Galizien), 1930, S. 125, 144, 214 ff.; E. Słuszkiewicz, Przewodnik po Sanoku i Ziemi Sanockiej (Führer durch Stadt und Land Sanok), 1936, S. 116 ff.
(Tyrowicz)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 23, 1971), S. 232
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