Lippmann, Eduard (1838-1919), Chemiker

Lippmann Eduard, Chemiker. * Prag, 23. 9. 1838; † Wien, 3. 7. 1919. Stud. an den Univ. Leipzig und Heidelberg (1867 Dr.phil.) sowie an der Techn. Hochschule in Wien, arbeitete vorübergehend bei Würtz in Paris, habil. sich 1869 an der Univ. Wien, suppl. 1871/72 durch 2 Semester an der Techn. Hochschule in Brünn und wurde 1875 ao. Prof. an der Univ. Wien, wirkte 1874–82 als Prof. an der Wr. Handelsakad. und wurde schließlich Vorstand des 3. Chem. Laboratoriums an der Univ. Wien. L. wirkte auch als Priv.-Doz. für analyt. Chemie an der Techn. Hochschule Wien. Sein Hauptarbeitsgebiet war die aromat. Chemie.

W.: Über die Einwirkung von Benzylidenchlorid auf Zinkstaub, gem. mit J. Hawliczek, in: Sbb. Wien, math.-nat. Kl., Bd. 74, Abt. 2, 1876; Über eine Bestimmung des Kohlenstoffs und Wasserstoffs mittelst Kupferoxyd-Asbest, gem. mit F. Fleißner, ebenda, Bd. 93, Abt. 2, 1886; Über Chinaalkaloide, ebenda, Bd. 100–104, Abt. 2, 1891–95; Stud. in der Anthracenreihe, gem. mit R. Fritsch, ebenda, Bd. 113, Abt. 2b, 1904; zahlreiche kleinere Abhh. in Berr. der Dt. Chem. Ges. etc.
L.: N. Fr. Pr. vom 16. 9. 1909; Wr. Ztg. vom 3. 7. 1919; Chemikerztg., Bd. 32, 1908, S. 913, Bd. 43, 1919, S. 537; Berr. der Dt. Chem. Ges., Bd. 52, 1919, A, S. 165; Österr. Chemikerztg., Bd. 22, 1919, S. 132; Feierl. Inauguration, 1919/20; Poggendorff 4, 5; Wininger; Enc. Jud.; Jew. Enc.; Jüd. Lex.; Lex. des Judentums, 1967.
(Oberhummer)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 23, 1971), S. 238f.
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