Loidl, Karl (1908-1943), Jugend- und Volksbildner, Schriftsteller und Komponist

Loidl Karl, Jugend- und Volksbildner, Schriftsteller und Komponist. * Ebensee (O.Ö.), 15. 2. 1908; † Wjasma (Vjaz’ma, UdSSR), 9. 8. 1943. Stud. an den Univ. Graz, Nymwegen und Wien Germanistik und Latein, 1933 Dr.phil., 1934 Lehramt aus beiden Fächern, daneben nahm er Gesangs- und Musikunterricht. Ab 1934 wirkte er als Mittelschullehrer in Gmunden, Steyr und Wels. Studienrat. Als Hauslehrer bei W. Kosch von diesem in die Literaturwiss. eingeführt, widmete er sich nach seiner Diss. über A. Schosser den österr. Mundartdichtern. Auf Grund seiner früh erkannten mus. Begabung versuchte er sich in der Lyrik, auch in der oberösterr. Mundart und in der Komposition von Liedern, worin er vor allem den Volksliedton traf. L. veranstaltete Heimatfeste, Laienspiele und Ausst., entfaltete eine vielseitige Vortragstätigkeit, bemühte sich um das weltliche und kirchliche Chor- und Musikleben, wirkte erfolgreich bei Opern-, Theater- und Konzertaufführungen und Liederabenden mit und versuchte, möglichst alle Volksschichten, nicht zuletzt Arbeiterkreise, für Kunst, Kultur und Brauchtum zu gewinnen.

W.: Gedichte; Abhh. in: Der Wächter, 1930–31, 1933, Tagespost (Linz), 1933, n. 20, 1937, n. 24, 262, 1942, n. 3, Steyrer-Ztg., 1935, n. 122, Kulturspiegel (Wels), 1941, Volksstimme, 1941, n. 133, etc. Manuskripte: dt. Singmesse, 1930; 1 große Messe, 1931. Liederkompositionen, u. a. 62 Lieder nach Texten von H. Löns; Lyr. Versuche (Mundartgedichte), Das Buch (dramat. Gespräch).
L.: Salzkammergut-Ztg. vom 16. 8. 1962.
(Loidl)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 24, 1971), S. 302
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