Lorinser, Gisela (1856-1899), Komponistin und Schriftstellerin

Lorinser Gisela, Komponistin und Schriftstellerin. * Wien-Kalksburg, 27. 9. 1856; † Wien, 1. 2. 1899. Tochter des Vorigen, Nichte der beiden Folgenden; zeigte frühzeitig musikal. Begabung und wurde auf diesem Gebiet von bekannten Lehrern in Wien sorgfältig ausgebildet. Nach einem Aufenthalt in Deutschland kehrte L. als Pianistin nach Wien zurück, gab hier Musikunterricht und war außerdem als Komponistin und Schriftstellerin tätig. Außer ihren Buchveröff. schrieb L. auch für Z. und Ztg. Novellen u.a. Prosa. L.s Lyrik kennzeichnet eine zwar nicht immer fehlerlose, jedoch leicht fließende Reimtechnik, die sich an vielfältigen Themen idealer und realer Art versuchte. Darüber steht ihre Aussage tiefer Erlebnisfähigkeit im reinen Gefühlsbereich.

W.: Aus schöner und banger Zeit (Gedichte), 1895; Natalie (Roman), 1898; Romane und Erzählungen in Z. Kompositionen: Lieder; Präludien; Mazurken.
L.: M. Pr. vom 2. und 6. 2. 1899; Brümmer; Eisenberg, 1893, Bd. 1; Giebisch–Gugitz; Kosch; Biograph. Jb., 1900; Kosch, Das kath. Deutschland; Lex. der Frau, Bd. 2.
(Hanus)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 24, 1971), S. 324
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