Lotz, Wilhelm (1853-1928), Theologe

Lotz Wilhelm, Theologe. * Kassel (Hessen), 12. 4. 1853; † Erlangen (Mittelfranken), 30. 12. 1928. Stud. an den Univ. Leipzig (1880 Dr.phil.) und Göttingen. Habil. als Lic.theol. an der Univ. Leipzig 1883 mit der Arbeit „Quaestionum de historia sabbati libri duo“. 1884 wurde er als Nachfolger von G. G. Roskoff als ao. Prof. (für ein Ordinariat schien er noch zu jung) für alttestamentliche Exegese und bibl. Archäol. an die evang.-theolog. Fakultät nach Wien berufen. L. entsprach jedoch in wiss. sowie pädagog. Hinsicht vollkommen den in ihn gesetzten Erwartungen, so daß er im Dezember 1885 zum o. Prof. ernannt wurde. 1897 folgte er einer Berufung nach Erlangen, wo ihn ein größerer Wirkungskreis erwartete, die evang.-theolog. Fak. überdies einen Bestandteil der Univ. bildete, was in Wien nicht der Fall war. 1925 em.

W.: Geschichte und Oftenbarung im Alten Testament, 1891, 2. Aufl. 1892; Die Bundeslade, 1901; Der Bund vom Sinai, in: Neue kirchliche Z. 12–15, 1901–04; Das Alte Testament und die Wiss., 1905; Die bibl. Urgeschichte, 1907; Hebr. Sprachlehre, 1908, 3. Aufl. 1920; Abraham, Isaak und Jakob, in: Bibl. Zeit- und Streitfragen, Ser. 5, H. 10, 1910.
L.: Professorenalmanach der kgl. Bayer. Friedrich-Alexander-Univ. Erlangen, 1894; RGG, 2. Aufl., hrsg. von H. Gunkel und L. Zscharnack, Bd. 3, 1929; Th. Kolde, Die Univ. Erlangen, 1910, S. 485, 531.
(Mecenseffy)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 24, 1971), S. 332
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