Loverini, Ponziano (1845-1929), Maler

Loverini Ponziano, Maler. * Gandino (Lombardei), 1. 7. 1845; † Bergamo (Lombardei), 21. 8. 1929. Trat als Dreizehnjähriger in die Accad. Carrara in Bergamo ein und stud. bei E. Scuri Malerei. Später wandte er sich vom akadem. Konventionalismus seines Lehrers ab und neuen Richtungen zu. Es entstand eine leuchtende, weiche, fließende Malerei, ganz in der Art bester lombard. Tradition. L., der sich vor allem bei hist. und religiösen Themen auszeichnete, war auch ein geschätzter Porträtist. 1899–1926 unterrichtete er an der Accad. Carrara und bildete zahlreiche Schüler heran. Vielfach geehrt und ausgezeichnet, u. a. ab 1893 aktives Mitgl. des Ateneums von Bergamo.

W.: Milton besucht Galilei, 1870; Sta. Grata, 1887, Pinakothek, Vatikan; Der Tod Donizettis, 1891; etc. Porträts: Don L. Loverini, 1883; B. Loverini, 1886; F. Baglioni, 1901; Selbstbildnis, 1902, Uffizien, Florenz; etc. Freskenzyklen.
L.: Arte Cristiana, 1914, S. 20; Rivista di Bergamo, Jg. 3, 1924, S. 1793 ff.; A. Pinetti, P. L., 1930; Thieme–Becker; Vollmer.
(Agazzi)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 24, 1971), S. 334
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